Markenwerk GmbH

Fernsehen aus Ostenfeld

Corporate Redesign für einen führenden B2B-Anbieter von Hospitality-TV-Systemen und Medientechnik aus Ostenfeld.

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Projekt

P/Labor

Kunde

P-Labor elektronik GmbH

Disziplinen

Konzeption, Markenbildung, Corporate Design

P/Labor TV-Systeme und Medientechnik

Die Gemeinde Ostenfeld bei Rendsburg zählt etwa 550 Einwohner. Hier gibt es ein wenig Landwirtschaft, den Frischemarkt und einen Imbiss. Dass dort mit P/Labor eine Firma ansässig ist, die zu den führenden Unternehmen bei der Konzeptentwicklung, Lieferung und Installation von TV-Geräten in Hotels und Krankenhäusern gehört, hätten wir vor dem Kennenlerntermin nicht erwartet.

P/Labor ist ein mittelständisches Unternehmen, das interaktive TV-Systeme mit maßgeschneiderten Lösungen für die Hotelbranche, Krankenhäuser, Rehakliniken, Senioreneinrichtungen, Justizvollzugsanstalten und Kreuzfahrtschiffe entwickelt und bereitstellt.

Die visuelle Präsentation des Unternehmens (online wie auch offline) erinnerte mehr an die PC-Reparatur von nebenan als an ein zukunftsorientiertes und innovatives Unternehmen aus dem Mittelstand. So stellten wir in unseren konstruktiven Terminen fest, dass ein Corporate Redesign notwendig ist, um das kommunikative Ziel erreichen zu können, als zeitgemäßes, authentisches Unternehmen wahrgenommen zu werden.

Die primäre Aufgabe des Kunden, einen Relaunch der Unternehmenswebsite vorzunehmen, wurde zunächst zurückgestellt, um den Fokus der Projektbeteiligten auf die Markenentwicklung zu richten.

Anforderungen

Die Kunden von P/Labor und somit auch die Zielgruppe sind größtenteils im B2B-Bereich angesiedelt. Die beiden größten Geschäftsfelder lassen sich auf TV-Systeme und Medientechnik aufteilen. Hinzu kommt die Bereitstellung von Ladesäulen für Fahrzeuge.

Um primär den Geschäftskundenbereich anzusprechen, bestand der Wunsch, einen modernen, aufgeräumten und seriösen Gesamtauftritt zu schaffen.

Nach Sichtung aller Anwendungen im Zusammenhang mit dem aktuellen Corporate Design hielten wir es für notwendig, einen radikalen Schnitt zu machen und die Marke in allen Facetten neu aufzubauen. Aufgrund der immensen Abweichungen zwischen der Selbstwahrnehmung und deren Projektion auf die Markenkommunikation blieb uns nichts anderes übrig.

Die wesentlichen inhaltlichen Themen, die vom neuen Erscheinungsbild repräsentiert werden sollten, sind:

  • Seriosität
  • Professionalität
  • Innovation
Altes Markenzeichen P/Labor
ALT: Firmenlogo und Anwendung vor dem Redesign.
Neues Markenzeichen P/Labor
NEU: P/Labor Markenzeichen und exemplarische Bildsprache.

Konzeption und Design

Analyse und Zielfindung

Gemäß unserer Herangehensweise bei einer Markenentwicklung setzten wir uns in der Tiefe mit dem „P/Labor“ und seinem Kundenumfeld auseinander. Das Unternehmen stellte sich dabei als wahre Wundertüte heraus. In den Ostenfelder Räumlichkeiten erfährt man vom Techniker, der aufgeschraubte TV-Geräte mit Lötkolben modifiziert, über Software-Entwickler bis hin zur ambitionierten und innovationsgetriebenen Geschäftsführung sehr vielseitige Eindrücke.

Markenworkshop

Um herauszufinden, welche Geschäftsfelder, Themen und Werte in der Kommunikation im Mittelpunkt stehen, haben wir im Zuge der Analyse einen eintägigen Workshop veranstaltet. Das Ziel des Workshops war die Definition des Selbstbildes des Unternehmens. Da Unternehmen meist von den Menschen repräsentiert werden, die dort tätig sind, war es uns und unserem Auftraggeber wichtig, möglichst alle Personen in den Prozess einzubeziehen.

Eine einfache, aber sehr aussagekräftige Methode zur Dokumentation des Selbstbildes ist die Anfertigung eines semantischen Differenzials auf der Ebene handelnder Einzelpersonen. So erfahren wir, welche Wahrnehmung bei jedem Einzelnen existiert und können so Überschneidungen und Abgrenzungen in der Gruppe finden. An der Auswertung der im Workshop erhobenen Daten ließ sich deutlich ablesen, dass die Unschärfe in der Markenkommunikation auch in der Selbstwahrnehmung der Mitarbeiter präsent war. Es existierten nur geringe Anteile an Übereinstimmung bezüglich des Profils und der Haltung der Marke und des Unternehmens. So waren die Ergebnisse nicht nur hilfreich bei der Zielfindung der Markenentwicklung, sondern auch bei einer einhergehenden Anpassung der strategischen Unternehmensausrichtung, die von der Geschäftsführung initiiert wurde.

Zielformulierung

Gegenüber den Kunden sollte das P/Labor zukünftig nicht mehr provinziell wahrgenommen werden. Die Auftraggeber aus der Hotelbranche, Krankenhäusern, Rehakliniken, Senioreneinrichtungen, Justizvollzugsanstalten und Kreuzfahrtschiffen erwarten von ihren Lieferanten Seriösität und Verlässlichkeit. Dies galt es in die Entiwcklung mit einzubringen.

Übergeordnet war die Zielvorgabe, einen Weg zu finden, die Werte von P/Labor zu transportieren. In der Umsetzung waren dafür die Themen Professionalität und Flexibilität zu berücksichtigen.

Bei der Konzeption wollten wir gern die unternehmenseigene Definiton von „Labor“ verknüpft mit Modernität in Einklang bringen.

Bildmarke

Wir entschieden uns dafür, eine Bildmarke zu kreieren, die stellvertretend „Laborarbeit“ repräsentiert, ohne dabei sehr spezifisch oder kleinteilig zu werden.

Entstanden ist dabei die stilisierte Darstellung einer „Sinuswelle“. Diese ist in einen Kreis eingefasst, um dadurch in variabler Form wiederverwendet werden zu können. So kann die Bildmarke als eigenständiges, wiederzuerkennendes Symbol auf den Folgeseiten eines mehrseitigen Dokuments oder als Schmuckelement verwendet werden, solange der Bezug zu P/Labor gegeben ist.

Herleitung P/Labor Bildmarke
Bildmarke mit stilisierter Sinuswelle um Bezug zum „Labor“ herzustellen.
P/Labor Wortmarke
Die P/Labor Wortmarke steht für Modernität und Seriösität.

Wortmarke

Die Wortmarke steht innerhalb des Markenzeichens für Modernität und Seriosität. Das bis dahin mit einem Bindestrich getrennte „P-Labor“ wird zunächst durch einen Schrägstrich unterbrochen. So wird eine Hierarchie innerhalb der Wortmarke erkennbar, die mit der Verwendung einer stärkeren Schriftgewichtung des ersten Buchstabens zusätzlich unterstützt wird.

Die Gradlinigkeit der verwendeten Schrift mutet konstruiert an, die Kombination aus klaren Linien und leicht abgerundeten Ecken verleiht der Schrift einen persönlichen und ausgewogenen Charakter.

Typografie

Im Rahmen der Unternehmenskommunikation wurde für Auszeichnungstexte – also Überschriften, Überzeilen und Unterzeilen – die „Gotham“ definiert, die mit ihrem prägnanten Duktus für diesen Anwendungszweck sehr gut geeignet ist.

Für Mengentexte wurde die „Noticia Text“ ausgewählt, die für eben diesen Anwendungsfall kreiert wurde. Aufgrund der großen x-Höhe, den großzügigen Proportionen und kräftigen Serifen ist die Schrift sehr gut lesbar.

Bei der Realisierung aller GUI-Anwendungen – also Websites und aller Anwendungen, deren Interface ein Bildschirm ist – wurde die Montserrat sowohl für Auszeichnungs- als auch Mengentext definiert.

P/Labor Corporate Design Anwendungen
Sammlung von Anwednungen mit neuem P/Labor Corporate Design.

Spezifikationen / Style-Guide

In einem umfangreichen Online-Style-Guide wurden alle Richtlinien im Umgang mit dem neuen Erscheinungsbild festgehalten und werden laufend aktualisiert. Jeder Bestandteil des neuen Markenzeichens ist dort aufgeführt und wird durch unterschiedliche Anwendungsbeispiele ergänzt. Der Design-Guide dient als Hilfe für die Anwendung auf den alltäglichen Kommunikationsmitteln.

P/Labor Schutzzone
Definition der Schutzzone um das Markenzeichen.
P/Labor Mindestgröße Logo
Definition der Mindestgröße zur Verwendung des Markenzeichens.

Corporate Website

Die veraltete und nicht mehr repräsentative Website von P/Labor war der eigentliche Grund, uns um Unterstützung zu bitten. Wie auch bei der Markenentwicklung wurden im Rahmen unserer Arbeit viele der bestehenden Elemente und Inhalte verworfen.

Nach intensiver interner und gemeinsamer Abstimmung ergaben sich folgende Anforderungen, die es im Projektverlauf zu beachten galt:

  • Vereinfachung des User Interfaces gemäß der kommunikativen Neuausrichtung
  • Neustrukturierung der Inhalte
  • Berücksichtigung verschiedener Endgeräte von Smartphone bis zum 4K-Display

Konzeption und Design

Wesentlicher Teil der konzeptionellen Arbeit bestand darin, die Inhalte neu zu strukturieren und zielgruppenspezifisch anzupassen. Die größtenteils veralteten Informationen der bestehenden Website wurden gemeinsam mit den neuen Inhalten aufbereitet und in einer einheitlichen Ansprache ausformuliert. Die daraus resultierende neue inhaltliche Struktur wurde anschließend in ein Navigationskonzept überführt.

P/Labor Corporate Website

Eine neue Inhaltsarchitektur und die Umstrukturierung der Website wurden in Form von Wireframes visualisiert und anhand dieser diskutiert.

Das übergeordnete Thema zukunftsweisender Technologie im TV- und Medienbereich, mit dem sich P/Labor auseinandersetzt, sollte unbedingt im zu erstellenden Interface Design aufgegriffen werden. Hochaufgelöste Bildbereiche, moderne Typographie und großzügiger Weißraum verleihen dem Interface eine zugängliche und moderne Anmutung.

Ein potenzieller UI-Ansatz wurde bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt im Projektverlauf aufgezeigt. Gemäß der abgestimmten Wireframe-Entwürfe wurde dieser „Vorentwurf“ adaptiert und den später definierten Anforderungen entsprechend erweitert.

Umsetzung

Im nächsten Schritt wurde auf Basis des Interface Designs ein Click-Dummy umgesetzt. Bei unseren Web-Projekten ist es üblich, dass zunächst ein interaktiver Frontend-Prototyp zur Abstimmung mit dem Kunden angefertigt wird. Hierbei berücksichtigen wir bereits die unterschiedlichen Darstellungsformen verschiedener Endgeräte und beurteilen gemeinsam mit dem Kunden das Aussehen und Verhalten der Website im Browser.

P/Labor Corporate Website Mobile Ansichten
Darstellung der P/Labor Website auf mobilen Endgeräten.

Die Entwicklung des Frontend-Prototypen erfolgte bereits unter Verwendung des gewählten Technologie-Stacks – vom Betriebssystem des Servers über Programmiersprachen und Werkzeuge bis zu den verwendeten Web-Technologien, um eine aufwendige Migration der Frontend-Komponenten zu einem späteren Zeitpunkt obsolet zu machen.

Gemäß der Anforderungen des Kunden wurde die Website mit Hilfe eines modularen und anpassbaren OpenSource-Content-Management-Systems umgesetzt. Dabei wurde besonderer Wert auf eine möglichst unkomplizierte, redakteurfreundliche Umsetzung gelegt.